Sven van der Maer

Singer / Songwriter

Kaye Ree@Nachtasyl

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Kaye Ree

 

Einen aussergewöhnlichen Abend durfte ich am letzten Samstag erleben. Kaye Ree, eine mir bis dato unbekannte Künstlerin sollte ihr Album „New Air“ vorstellen. Als mein Begleiter und ich gegen 22.00 Uhr im Nachtasyl eintrafen, waren bereits alle Sitzplätze vergeben. Auch eilig herbei geholtes Klappmöbel konnte nicht alle Gäste bestühlen. So rückte man eng zusammen, besetzte den freien Boden oder stellte sich an die Bar.

Das Warmup erledigte der in Hamburg lebende Sänger Marvin Brooks. Er wurde vom perfekt groovenden Lars Köln an der Gitarre begleitet. Marvin Brooks sprühte geradezu vor Charme. Wer sich traut ein so hervorragendes Duo ins Vorprogramm zu nehmen, muß ein gesundes Selbstbewusstsein besitzen. Um so gespannter war ich auf den Headliner des Abends.

Dann war es soweit Felix Justen ( Git ), Kiomars Nawab ( Tabla ) und zuletzt Kaye Ree betraten die Bühne. Am Anfang war die Aufregung noch zu spüren, doch ab der dritten Nummer hatte sich die Band eingespielt. Und von diesem Moment an, war das zu Gehör gebrachte Weltklasse. Soul vom Feinsten, mitten ins Herz. Um alles zu krönen, kam im zweiten Teil der Show noch ein Streicherensemble hinzu.

Ich bin froh, das ich dieser anmutigen Erscheinung nicht ständig begegne, denn ich wäre extrem gefährdet mich zu verlieben. Mit ihrer Ausstrahlung erinnerte sie mich an Evita. Auch wenn sie sich durch ihre persönliche Ansprache um Nähe zum Publikum bemühte, so konnte sie ihre Aura nicht vergessen machen. Ich würde sagen, a star is born. Ich bin gespannt, ob die Welt das auch so sieht. Deshalb schaut sie euch an, so lange sie noch preiswert zu sehen ist.

All das wäre schon ausreichend für einen perfekten Abend gewesen, aber es war eine Party angekündigt und die folgte tatsächlich. Als dann nach der dritten Zugabe und endlosen standing ovations die Band den Saal verließ, brachten Bässe den Saal zum Beben und vier Profitänzer motivierten binnen Minuten fast alle Anwesenden zum Tanz. So etwas hatte ich auch noch nicht erlebt. Wie quasi aus dem Stand ein Fest gestartet wurde und erst nach Stunden ein Ende fand. Grandios. Danke, für dieses schöne Stück Leben.

Euer

Sven van der Maer

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